Mittwoch, 24. Oktober 2012

LebensArtschule - das Königreich Gottes sehn - Denny



Denny und Ann Cline sind das zweite Leiterehepaar aus der Jesus Pursuit Church, die uns als Gastreferenten besuchen. Denny hat eine klare Botschaft. Sie ist mir durch mein Bibellesen vertraut. Aber es gibt Bereiche, die noch Theorie sind und ich sehne mich so sehr danach, diese Vater - Tochter - Beziehung vollständig zu leben. 

So sagt Denny: "Die Absicht der Wiedergeburt - Jesus erklärt es dem Nikodemus - ist, dass du das Königreich sehen kannst." Erlebst du, dass es dir besser geht als Adam und Eva und Mose? Adam und Eva hatten wohl paradiesische Zustände. Gott besuchte sie jeden Tag. Ihr Sehen jedoch war auf das Paradies begrenzt. Ebenso konnte Mose wohl mit  Gott von Angesicht zu Angesicht reden. Aber das Beste ist doch, wenn der Geist Gottes in uns wohnt und mit dem Geist des Sohnes und des Vaters Gemeinschaft hat oder? Gäbe es nur das Gespräch von Jesus mit Nikodemus, könnte ich mich noch damit trösten, dass mit dem Königreich das Reich gemeint ist, das ich sehe, wenn Jesus wiederkommt. Aber Johannes  berichtet im 14.Kapitel folgende Worte Jesu:
"Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Und jetzt habe ich's euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es nun geschehen wird."
Welche Taufe habt ihr bekommen, fragte schon Paulus damals? Welche Ergebnisse zeigt deine Taufe? Lebst du in der Freimütigkeit der ersten Jünger?  Erlebst du, dass die Sünde keine Macht mehr über dich hat, weil du eine neue Schöpfung bist?  "Wenn wir als Christen sündigen," so Denny, "dann haben wir uns entschieden zu sündigen. Gnade ist keine Erlaubnis zu sündigen. Gnade ist die Macht, nicht sündigen zu müssen. Christen verwechseln oft Gnade mit Mitleid oder Barmherzigkeit."

LebensArtschule - Identität in Christus - Mike


Mike Brink aus der Jesus Pursuit Church, Albany OR ist mit seiner Frau Julie zu Gast. Er lehrt uns darüber, dass sich meine Identität in Christus daran zeigt, wie ich lebe. Wenn die Frucht des Geistes in meinem Leben sichtbar ist, lebe ich in Christus, wird das Gegenteil sichtbar, ist meine Identität nicht in Christus.

Wie entscheidest du dich, wenn morgens um 4 Uhr ein Freund anruft und sofort um deine Hilfe bittet? Bist du in Christus, wenn du sofort aus dem Bett aufspringst? Bist du nicht in Christus, wenn du sagst, ruf bitte um 9 Uhr wieder an?

Christus wird als das Lamm Gottes bezeichnet und auch als der Löwe von Juda. ER ist beides. Lamm und Löwe zugleich. Wenn ich als Kind Gottes eine neue Identität in Christus bekomme, habe  auch ich  die Eigenschaften von Lamm und Löwe. Bin ich Lamm alleine, schäme ich mich davor, böse zu reagieren. Bin  ich Löwe alleine, schäme ich mich davor, Schwäche zu zeigen. Kommen diese Schamgefühle in mir hoch, kann ich sie abwehren oder mich entscheiden, mich nicht damit zu befassen.  Das Lamm wird Konflikten aus dem Weg gehen. Der Löwe wird angreifen und kritisieren. Es kostet Mut seine Scham zu benennen und Gott zu geben. Doch nur so kann die Frucht des Geistes in mir zur Vollständigkeit wachsen und ich reagiere ausgewogen, da ich zugleich Lamm und Löwe bin.
"Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: 
Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Besonnenheit Selbstbeherrschung. 
Ist das bei euch so? Dann kann kein Gesetz mehr etwas von euch fordern! Es ist wahr: Wer zu Christus gehört, der hat sein selbstsüchtiges Wesen mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz geschlagen. Durch Gottes Geist haben wir neues Leben, darum lasst uns jetzt auch unser Leben in der Kraft des Geistes führen!" Galater 5,22

Dienstag, 23. Oktober 2012

LebensArtschule - Reich Gottes ist da, wo Gottes Wille geschieht - Reinhard

GOTT sucht Menschen, die ihn verstehen und viel über ihn wissen. Tja, Irrtum, das hat ER nicht gesagt. Jesus sagte:
" Aber die Zeit kommt, ja sie ist schon da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten. Denn Gott ist Geist; deshalb müssen die, die ihn anbeten wollen, ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." Johannes 4, 23
Das Wesen Satans ist Zerstörung und Raub, wo er nur kann. Wenn er dich durch Sünde zu Fall bringen kann, weiß er, dass deine Anbetung gestört wird. Denn Sünde ist ein Beziehungskiller. Doch Jesus ist gekommen, um Beziehung wiederherzustellen und die Werke Satans zu zerstören. Der Zugang zum Gnadenthron ist durch Jesus für Sünder 24 Stunden 7 Tage die Woche offen.
"Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken." Johannes 10,10 
"Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre." 1.Johannes 3, 8
Fazit: Wenn Jesus gekommen ist, um die Werke Satans zu zerstören, so ist das auch unsere Aufgabe.

Praktisch erlebe ich noch etwas anderes. Seit Dezember 2000 lebe ich mit der Diagnose MS. Ich nehme keine MS-Medikamente. Ein guter MS- Spezialist hat mir davon abgeraten, da die Nebenwirkungen der Medikamente schlimmer sind als der Nutzen. Es gab immer wieder Phasen, wo ich aufgeben wollte, an meine Heilung zu glauben. Auch Selbstmordgedanken kenne ich gut, sowie der Elia, sich an einen Ginsterstrauch setzen und sagen, es reicht, ich will nicht mehr. Vielleicht kommt ja dann auch zu mir ein Engel.  Doch Gott hat mir damals vor fast 12 Jahren ein Wort gegeben, damals als ich im MRT lag und mich fühlte, wie lebendig begraben. Es war 1. Joh. 3, 8. Da Gott treu zu seinem Willen steht und es noch dazu unmißverständlich in Apostelgeschichte 10, 38 heißt:
 "Und ihr wisst auch, dass Gott Jesus von Nazareth mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt hat. Er zog umher, tat Gutes und heilte alle, die vom Teufel bedrängt waren, denn Gott war mit ihm,"
ist es Gottes Wille, dass auch ich geheilt werde  und Leben in ganzer Fülle habe. Reich Gottes ist da, wo Gottes Wille geschieht. Jesus sagt es sehr deutlich in Lukas 10, 9
 "Heilt die Kranken, und sagt allen Menschen: Jetzt beginnt Gottes neue Welt bei euch."
Ich erwarte, dass dieses Wort auch zu mir gesprochen wird und Reich Gottes für alle zum Zeugniss seiner Herrlichkeit sichtbar wird. Krankheit entspricht nicht dem Wesen und der Absicht Gottes. Auch nicht als Mittel, um seine Kinder zu erziehen. Krankheit im Leib Christi offenbart, dass der Teufel auch die Kinder Gottes bedrängt, gefangen hält, überwältigt hat. Die Gnadenzeit hat damit angefangen, dass Jesus seine Schöpfung befreit. ER ist am Werk.

Montag, 22. Oktober 2012

Kurzporträt - Bernd - Exschüler LebensArt



Geht es Dir auch so? Du redest eigentlich gerne und hast auch etwas zu sagen, aber wenn du beten sollst, fehlen dir die Worte. Nun stell dir vor, für Jesu Jünger wäre es ganz normal im öffentlichen Leben mit Menschen zu beten. Für Bernd ist das inzwischen Normalität.

Bernd war 43 Jahre alt, als er plötzlich seine Arbeit verlor. Er hat Energieelektroniker gelernt und in Gießen Eletrotechnik studiert. Seine Frau hat er in Speyer gefunden. In seiner Freizeit fährt er gerne Rad und spielt Billard.

Auch wenn Bernd gewollt hätte, ein Jahr Bibelschule hätte er nicht finanzieren können. Mit einer Familie, seiner Frau und 3 Kindern hat man Verantwortung und fixe Kosten. Als er arbeitslos wurde, bekam er eine gute Abfindung und anschließend Arbeitslosengeld. Bernd hatte also Zeit und fuhr mit der Gemeinde auf eine Missionsreise nach Moldavien. Schon seit 30 Jahren ist er ein Fan von Jesus, doch in Moldavien 
hat er Gott richtig in Aktion erlebt. Danach tat sich beruflich  immer noch keine Türe auf, also warum nicht die Abfindung nutzen und auf  die LebensArtschule gehen. Rechtzeitig gegen Ende der Schule, bekam Bernd seinen Traumjob bei "John Deere." Gott hat doch ein geniales Timing.

Du kennst John Deere nicht? John Deere hat eine Firma mit den Grundwerten Integrität, Qualität, Engagement und Innovation weltweit erfolgreich aufgebaut. "Veränderungen gehen immer mit Chancen einher," so John Deere (siehe homepage). Bernd hatte die Chance in der Arbeitslosigkeit ergriffen. Die lange Fahrtzeit im Zug von Speyer nach Kaiserslautern nutzt er nun, um fast täglich mit Menschen zu beten. Das ist doch cool, oder?

Sein Fazit nach der LebensArtschule: "Ich weiß heute, wer ich genau in Gottes Augen bin. Ich bin, sein geliebtes Kind. Wenn ich bete, kann "die Wand wackeln", wie bei Jesus. Je mehr ich dem Heiligen Geist in meinem Leben Raum gebe, umso mehr bewege ich durch mein Gebet die Welt. Ich habe die gleiche Power wie Jesus,  den Heiligen Geist. Gott ist einfach nur gut!"

Samstag, 20. Oktober 2012

Sabbat - oder einen ganzen Tag soaking

Soaking war in dieser Form am Freitag eine neue Erfahrung für mich. Unter schöner Instrumentalmusik saß ich entspannt auf der Couch und wartete auf eine Begegnung mit Gott. Doch im Takt der Musik marschierten nur Häuser und Wohnungen an meinem inneren Auge vorbei. Verständlich, ich suche immer noch eine Wohnung. Gegen Ende löste sich der Häusermarsch auf und ich sah einen Baumstamm mit starken Wurzeln umrahmt von zarten Gänseblümchen. Am Freitag hatte ich eine Suchanzeige in der RHEINPFALZ geschaltet.  Ich habe nicht eine Antwort bekommen.

Nun dachte ich, heute ist Sabbat. Seit meiner Taufe erlebe ich  Sabbat nicht als Pflicht, sondern als innere Freiheit, nichts tun zu müssen.  Ich hatte die Freiheit, das Internet ruhen zu lassen und auf Wohnungssuche zu verzichten. Also habe ich lange geschlafen. Ich hatte es nötig. Nach dem Frühstück habe ich in unserer ersten Pflichtlektüre weiter gelesen. Ich lese sehr gerne in diesem Buch:  "Der Übernatürliche Lebensstil" von Kris Vallotton. Das ist es ja gerade, warum ich hier bin. Ich sehne mich nach einer Beziehung mit Gott, die weit mehr ist als nur Wissen über Gott. Unglaublich, was ich da so an übernatürlichen Zeugnissen schon gelesen habe.  Da dies noch nicht meine Erfahrung ist, macht mich die Aussage von Jesus immer wieder sehr nachdenklich:
"Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt." Joh. 5, 39
Diese Aussage ist noch harmlos. Jesus wird an anderer Stelle noch deutlicher. Bill Johnson sagt es so:
"Manche Menschen glauben, dass wenn man seine Beziehung mit Gott auf Erfahrung gründet, man leicht verführt werden kann. Die Wahrheit aber ist, wenn die Schrift nicht zu einer Erfahrung mit Gott führt, dann ist man bereits verführt."
Ich komme zum Ende des Buches und lese das Nachwort von Kris Vallotton:
"Ich kenne einen Mann, der vor 25 Jahren einen Nervenzusammenbruch hatte. Der Zusammenbruch dauerte dreieinhalb Jahre lang. Seine Hände zitterten so heftig, dass er nicht einmal ein Glas Wasser zu seinen Lippen führen konnte, ohne beide Hände zu benutzen. Aus Furcht und Angst schwitzte er nachts so heftig, dass seine Frau mitten in der Nacht aufstehen musste, um die vollgesogenen, nassen Betttücher zu wechseln.
Im Laufe der Zeit begann er seinen Verstand zu verlieren und öfters am Tag sah er sich selbst, wie er Menschen ermordete oder noch schlimmere Dinge tat. Dämonen fingen an, ihn zu besuchen und quälten ihn die ganze Nacht hindurch. 
Dann, eines Nachmittags, überredeten ihn ein paar Männer, an einer christlichen Klausur in den Bergen teilzunehmen. An jenem Tag sprach auf diesem Treffen ein Prophet. Er rief den jungen Mann aus der Menge heraus und prophezeite über ihm. Er sagte: "Der Herr hat dich dazu berufen, eine Säule im Hause Gottes zu sein. Du sollst ein Lehrer und ein Leiter seines Volkes werden. Stärke ist in dir!"
Der Krieg im Leben dieses Mannes war an jenem Tag gewonnen, und zwar durch eine schöpferische Erklärung. Ich kenne diesen Mann sehr gut, denn ich selbst bin dieser Mann!"
Es hat mich sehr berührt, dass auch heute das Wort eines Propheten die Macht hat ein Menschenleben aus der Dunkelheit ins Licht zu bringen.

Ich setzte mich auf mein Fahrad und erkunde die Stadtteile von Speyer, die ich noch nicht gesehen habe. Es ist ein wunderschöner, warmer Herbsttag. Dabei entdecke ich zwei Häuser, die unbewohnt sind. Die Nachbarn sind im Garten und ich komme mit ihnen ins Gespräch. Sie erzählen mir, dass das Haus zu ihrer Rechten seit 20 Jahren unbewohnt ist.  Nie bewohnt war. Unglaublich. Welche Geschichte mag  wohl dahinter stecken? Ich radle weiter, singe und bete und bin mir bewusst, wenn Gott einen Kris Vallatton so verändern kann, dann hat er auch ein Zuhause für mich.

Freitag, 19. Oktober 2012

LebensArtschule - Sei mutig - Martin

Wir lesen mit Martin (unser Bibelschullehrer) Kapitel 1 in Josua. Vier Mal  allein in diesem Kapitel, insgesamt aber sieben Mal sagt GOTT zu Josua:  "Sei stark und mutig!"

Die Vergangenheit holt mich hier ein. Der Gemeindeleiter aus Kiel hat Bernd genau mit diesen Worten gesegnet als wir als erste  Pastorenfamilie  in die neuen Bundesländer nach Rostock ausgesandt wurden.

"Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!"

Doch meine Aufmerksamkeit bleibt bereits am ersten Vers hängen. Josua erlebte die Gegenwart Gottes, weil er nicht von Moses Seite wich. Er war dabei, wenn Gott mit Mose sprach und hörte zu.  Gott sprach zu Mose und befahl ihm Josua zu rufen. Doch hier heißt es erstmals: Gott sprach mit Josua. 

Welch eine Demut von Josua mehr als 40 Jahre die zweite Geige zu spielen. Er wird nicht bockig wie Aaron oder Mirjam.

Welch ein Gott, der über den kleinen Fehler von Mose nicht hinweg sieht und  nun zu seinem Wort steht. 

"An der Quelle Meriba bei Kadesch in der Wüste Zin habt ihr (Aaron und Mose) meinen heiligen Namen nicht geehrt, sondern euch selbst in den Mittelpunkt gestellt.Deshalb sollst du das Land, das ich den Israeliten schenke, nur von weitem sehen und nicht selbst hineinkommen."5.Mose 32,50ff
  
Welch ein Gott, der die Demut von Josua belohnt und ihn zu dem Helden erwählt,der das verheißene Land erobert.

Von Mose wissen wir, dass er sich seiner Erwählung zum Befreier Israels als nicht geeignet einschätzte. Er brauchte Aaron an seiner Seite und ist in seiner Berufung so gewachsen bis er mit Gott von Angesicht zu Angesicht kommunizierte. Nach Mose hat es keinen Propheten mehr gegeben, der mit Gott von Angesicht zu Angesicht geredet hat. 

Von Josua wird charakterlich nicht viel berichtet. Er war mehr als 40 Jahre der  Diener Moses. Er war vom Geist Gottes erfüllt und besaß große Weisheit, seit Mose ihm die Hände aufgelegt und für ihn gebetet hatte.(5.Mose 34, 9) Er war treu und demütig.

"Warum berührt mich bereits Vers 1?" fragt Martin. Vielleicht, weil auch ich 25 Jahre die zweite Geige gespielt habe.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

LebensArtschule - was wenn ich neben LEA aufwache - Erich

Du kennst die Story sicherlich. Der Betrüger Jakob verliebt sich in Rahel. Sie ist so wertvoll, dass er sieben Jahre für sie arbeitet. Nach einer wohl feuchtfröhlichen Hochzeitsfeier erwacht Jakob mehr als ernüchtert, neben der falschen, neben der hässlichen Schwester, neben Lea. Leider kann ich dir hier keinen Videoclip einspielen, der Erich zeigt wie er diese Szene erzählend nachspielt. Vielleicht liest du sie einfach noch einmal und lässt deiner Fantasie freien Lauf:
 http://www.bibleserver.com/text/HFA/1.Mose29%2C16
Hattest du auch schon mal ein LEAerlebnis? Du investierst dich mit ganzem Herzen für ein Projekt oder  für eine Beziehung und dann kommt die Ernüchterung: Die Belohnung bleibt aus. Wer hat dich da betrogen? Wo war Gott in deiner Geschichte?  Ich versuche heute einen mir sehr vertrauten Bibeltext neu zu verstehen:
"Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach seinem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat. Wen Gott nämlich auserwählt hat, der ist nach seinem Willen auch dazu bestimmt, seinem Sohn ähnlich zu werden, damit dieser der Erste ist unter vielen Brüdern und Schwestern. (Römer 8, 28)"
Was heißt es in aller Konsequenz Jesus ähnlich zu werden? Jesus war immer im Willen seines Vaters. Aber er war nie Opfer der Umstände. Er ging mitten durch den Pöbel hindurch, weil er wußte, seine Zeit zu sterben, war noch nicht gekommen. Beim Verhör vor dem Hohepriester wird er zu Unrecht geschlagen und wagt zu sagen:
 "Wenn ich etwas Böses gesagt habe, dann weise es mir nach! Habe ich aber die Wahrheit gesagt, weshalb schlägst du mich?" (Johannes 18,22)
Jesus fordert seine Jünger auf, Schwerter mitzunehmen, aber nicht, sie zu benutzen. Deswegen heilt er das abgeschlagene Ohr des Soldaten. Jesus ähnlich zu werden, bedeutet also auch, ich soll über meine Umstände herrschen und mich nicht beherrschen lassen. Das wird mir möglich, wenn ich Gott liebe und im Willen des Vaters lebe. Auch die Jünger hatten Mühe zu verstehen, dass das Reich Gottes gänzlich anders funktioniert als weltliche Reiche. Ich werde frei, wenn ich mich binde.
"Wenn mein Wille deckungsgleich ist mit dem Willen Gottes, dann kann ich alles, was ich will." Erich